Bakterien
Der individuelle, typische Schweißgeruch entsteht erst, wenn apokriner Schweiß von Hautbakterien zersetzt wird. Das passiert etwa 3 bis 4 Stunden nach der ersten Schweißbildung. Für die Wirksamkeit eines Deos ist es daher wichtig, Eigenarten und Stoffwechsel der Bakterien, die in der Achselhöhle siedeln, genau zu kennen. Im Wesentlichen gibt es hier vier verschiedene Bakterienarten: coryneforme Bakterien, Mikrokokken, Staphylokokken und Propionibakterien. Die Anzahl der Bakterien ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Allerdings kann man feststellen, dass die Zahl der aeroben Bakterien – also die, die Sauerstoff zum Leben benötigen – überwiegt. Hierzu zählen coryneforme Bakterien und Staphylokokken. Coryneforme Bakterien sind in hohem Maße für die unangenehme Geruchsbildung verantwortlich.
Bei Männern überwiegen coryneforme Bakterien, bei Frauen dagegen Staphylokokken. Da sich die Stoffwechselprodukte der beiden Bakterienstämme unterscheiden, gibt es auch hinsichtlich des Geruchs einen Geschlechterunterschied: Während bei Frauen der Schweiß eher schwach sauer riecht, haben Männer einen “stechenden” und “beißenden” Schweißgeruch. Auch ekkriner Schweiß kann in Verbindung mit Hautbakterien unangenehme Gerüche hervorbringen – bestes Beispiel sind Schweißfüße (feuchte Füße).

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