Glossar

Schweißgeruch

Schweißgeruch ist nicht nur lästig und unerwünscht, er kann sogar einer Beziehung im Weg stehen. Das hat eine Online-Umfrage mit 425 Teilnehmern ergeben: Mehr als 70 % von ihnen fühlten sich schon häufig durch den Schweißgeruch eines anderen Menschen belästigt. Nahezu ebenso hoch ist der Prozentsatz derjenigen, die sich auf keinen Fall vorstellen können, mit einem häufig nach Schweiß riechenden Partner zusammen zu sein.

Starkes Schwitzen und starker Schweißgeruch bedeuten übrigens nicht, dass man zu viel trinkt. Im Gegenteil: Menschen, die viel schwitzen und dann stark riechen, trinken häufig zu wenig. Der Körper kann Stoffwechselprodukte nicht ausreichend über die Nieren ausscheiden, wenn er zu wenig Flüssigkeit bekommt. Die Folge: Er beginnt Proteine, Fett, Milchsäure, Ammonium und Salze über die SSchweißdrüsen nach außen zu transportieren. Auf der Haut werden sie dann von Bakterien zersetzt und fangen an stark zu riechen. Tipp: Wer weniger schwitzen und riechen will, sollte also täglich mindestens 1,5 l Wasser oder ungesüßten Tee in kleinen Portionen trinken.

Riecht Schweiß z. B. sehr stark bzw. säuerlich oder süßlich, kann das auf Krankheiten oder falsche Ernährung hinweisen. Ein säuerlicher Schweißgeruch ist oftmals ein Zeichen für zu großen Fleischkonsum. Denn der Körper kann bei übermäßigem Fleischverzehr die Eiweiße und Aminosäuren nicht mehr ausreichend abbauen und scheidet sie über die Schweißdrüsen aus. Auf der Haut werden sie dann von Bakterien zersetzt und es entsteht ein starker säuerlicher Geruch. Süßlich riecht Schweiß dagegen häufig bei Diabetikern, da der Blutzuckerspiegel sehr hoch ist.