Glossar

Schwitzhüttenzeremonie

Schwitzen für das innere Gleichgewicht. Das Schwitzhüttenritual diente ursprünglich der zeremoniellen Reinigung, physischen Gesunderhaltung und Heilung bei Krankheit. Die heute in Europa genutzte igluförmige Schwitzhütte wird meistens aus Weidenstäben oder Haselnussruten errichtet. In der Mitte der dunklen Hütte befindet sich ein mit heißen Steinen gefülltes Loch. Die Steine werden mit Kräutern bedeckt und mit Wasser begossen. Die Atmosphäre orientiert sich grundlegend an den Prinzipien der indianischen Medizinräder, in denen die Himmelsrichtungen und Elemente eine große Bedeutung haben. Sie repräsentieren bestimmte Eigenschaften, Qualitäten und Kräfte. Das Schwitzen und Beten sollen der inneren und äußeren Reinigung dienen und die Wiedervereinigung mit dem Geist bewirken.