Schwitzen
Schwitzen ist gesund – aber was passiert da eigentlich im Körper?
Schwitzen ist ein Privileg. Zumindest, wenn man bedenkt, dass nur wenige Lebewesen in der Lage sind zu schwitzen. Neben dem Menschen verfügen zum Beispiel noch Affen und Pferde über die physiologischen Voraussetzungen, ihren Organismus durch Verdunsten von Schweiß über die gesamte Körperoberfläche zu kühlen. Der Prozess des Schwitzens wird dabei über das vegetative (unbewusste) Nervensystem durch Signale gesteuert. Diese gelangen über das Rückenmark zu Nervenfasern, die wiederum die Schweißdrüsen anregen, mit der Schweißproduktion zu beginnen. Was dann passiert, ist vielen jedoch ein Dorn im Auge: Durch den Schweißkanal wird der Schweiß auf der Hautoberfläche sicht- und riechbar. Letzteres entsteht durch Bakterien auf der Körperoberfläche, die den Schweiß zersetzen.
Das Schwitzen und seine Folgen
Schwitzen ist deshalb für viele Menschen unangenehm, weil sie befürchten, nach Schweiß zu riechen und dadurch als unhygienisch von ihrer Umwelt wahrgenommen zu werden. Dabei riecht nicht jeder Schweiß automatisch streng: Entscheidend für den Geruch ist, welche Schweißdrüsen aktiv werden. Der Mensch besitzt von Geburt an ekkrine Schweißdrüsen. Ab der Pubertät werden die hormongesteuerten, apokrinen Schweißdrüsen aktiv, die uns zum Schwitzen bringen. Nur Letztere verursachen Schweiß, der durch seine bakteriellen Abbauprodukte den typischen, säuerlich-stechenden Geruch verursacht.
Der Mensch ist in der Lage, auf drei verschiedene Arten zu schwitzen
Schwitzen tun wir aus vielerlei Gründen. Weil wir uns aufregen, weil wir aktiv sind, oder weil uns warm ist. Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir schwitzen. Die Wissenschaft unterscheidet drei Formen.
- Thermisches Schwitzen, um den Körper zu kühlen – zum Beispiel beim Sport, oder bei sommerlich-hohen Temperaturen. -> ekkrine Schweißdrüsen in Aktion, weniger geruchsintensiver Schweiß
- Gustatorisches Schwitzen, das nach dem Verzehr von scharfem Essen, oder den Genuss von Alkohol eintritt. -> ekkrine Schweißdrüsen in Aktion, weniger geruchsintensiver Schweiß
- Emotionales Schwitzen als Reaktion auf Stress, Angst oder Aufregung. -> apokrine Schweißdrüsen in Aktion, geruchsintensiver Schweiß
Wann schwitzt ihr am meisten?
Erzählt uns von Situationen, in denen ihr so richtig ins Schwitzen kommt, und tauscht Tipps dagegen mit anderen Lesern aus.

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